Geschichte

 

Dieser Bericht stammt von Inge die seit Anfang an dabei war:

Vor 20 Jahren wurde ich auf zwei Häuser in Sachsen aufmerksam, in denen Asylbewerber aus Russland, aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus China und aus Bulgarien wohnten.

Mit Freunden gestalteten wir zwei mal im Jahr ein “Fest” im ev. Gemeindehaus. Als unsere Chance sahen wir, dass die Sprache nur etwa 7% der Kommunikation ausmacht. (55 % einer Nachricht entfällt auf Mimik/Gestik, also Körpersprache, 38 % entfällt auf den Ton, nur 7% entfällt auf das gesprochene Wort – festgestellt in einer 1971 fertiggestellten Studie über Elemente der nonverbalen Kommunikation von Albert Mehrabian). Das war für uns eine große Ermutigung.

Vor Weihnachten bekam jede Familie neben Obst und Süßigkeiten einen Kalender in der eigenen Sprache, an Ostern gab es Osterhasen und andere Köstlichkeiten. Nach mehreren Jahren beendeten wir die Aktion. Persönliche Kontakte gibt es zum Teil heute noch.

Dann traf ich auf Günter Korn, den Leiter der AMIN in Nordbayern. Mit Christiane Schmidt (Blaues Kreuz) und WonJin aus Südkorea (Wir trafen uns bei einer Allianz-Gebetswoche) besuchten wir die Treffen der Amin-Gruppe Nürnberg. Dann begannen wir uns in Ansbach zu treffen (ca. 2005). Wir trafen uns mit Frauen aus verschiedenen Ländern und hatten eine gute Zeit miteinander.

2007 wagten wir unseren 1. Internationen Gottesdienst im Blauen Kreuz mit Unterstützung von der Amin-Gruppe Nürnberg. Seitdem gestalten wir jedes Jahr einen Internationalen Gottesdienst. Nach und nach fanden sich neue Mitarbeiter ein. Jedes Jahr verteilen wir den Kalender “Leben” in den verschiedenen Sprachen. Dazu besuchen wir uns bekannte Asylanten-Unterkünfte.

Die Amin-Gruppe Ansbach wächst kontinuierlich. Die Zahl der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen wächst. Von unterschiedlichen christlichen Gemeinden stoßen neue MitarbeiterInnen zu uns, Junge und Alte. Dadurch hat sich unser Aktionsradius ständig vergrößert, neuen Aufgaben können angegangen werden. So gibt es z.B. seit Oktober 2015  wöchentlich das Sprechcafe Amin in Ansbach, in der Diakonie, Karolinenstr. 28. Es ist ein großes Geschenk, dass jeden Freitag genügend Leute da sind, um beim Deutschlernen zu helfen.

Jesus sagt, dass wir das Licht der Welt sind (Matt. 5,14) sind und das wollen wir in Wort und Tat sein.

Eure Inge